iNRONDO  =  Kontext: Depression  
 
 
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Kontext: Depression
 
Depression  Emotionale Belastung  BurnOut —
da gibt es viele Namen und Begriffe, Definitionen und Diagnosen, Ursachen und Folgen, Symptome, Formen und Phasen, Episoden — und noch mehr Positionen, Meinungen und (leider auch) Vorurteile.

Jede erlebte Depression ist immer eine individuelle Konstellation, ein ganz persönliches Paket.

Und doch haben all diese individuell-besonderen Depressionen auch Gemeinsamkeiten: genau darum geht es im Kontext Depression — und bei .
 
 
NEIN
 
Depression ist ...
.
keine Charakterschwäche,
.
kein persönliches Versagen,
.
kein verrückter Psycho-Spleen,
.
kein allgemeingefährliches Irresein,
.
keine überempfindliche Weinerlichkeit,
.
keine übertriebene Trauer oder Traurigkeit.
 
 
JA
 
Depression ist ...
.
immer ein sehr persönliches und subjektives Erleben,
.
eine emotionale Belastung oder psychische Erkrankung,
.
ein meist langfristiger (oft lange auch unmerklicher) Prozess.

.
Depression kann jede*n treffen.
.
Depression kann den ganzen Menschen erfassen:
im Innenleben und/oder im körperlichen Empfinden.
.
Depression ist heute meist gut behandelbar ... und heilbar!
.
Und BurnOut ist ein Modewort für eine Überlastungs-Depression.
 
 
ICH-Erleben
 
Das  
lässt sich verstehen als das komplexe, ausbalancierte, dynamische Zusammenwirken vieler Faktoren, die sich wechselseitig zwischen Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung, Aktion und Reaktion, aktivieren und regulieren — im neuro-chemischen Stoffwechsel und/oder mit mentalen und emotionalen Reizen und Impulsen.

In der Depression sind zentrale Faktoren dieses Zusammenspiels (im wörtlichen Sinne:) niedergedrückt, zusammengepresst — also beeinträchtigt, begrenzt, blockiert,
vor allem z.B. ...
.
Stimmung und Gefühl,
.
gedanklicher Horizont und Spielraum,
.
emotionale Vielfalt, Schwingungsfähigkeit,
.
Lust, Intuition, Spontaneität, Temperament,
.
Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung,
.
Selbsteinschätzung, Selbstbewusstsein,
.
Selbstwertgefühl.
 
In der Depression erlebt sich das als wertlos, defizitär, untauglich. Belastende Gefühle (oder Ängste) und negative Erfahrungen oder Befürchtungen überdecken positive Ziele, Wünsche, Hoffnungen, Bedürfnisse, Sehnsüchte. Das distanziert sich von sich selbst, verliert sich, gibt sich manchmal auch ganz auf . — Und am Ende: innere Leere, das Gefühl der Gefühllosigkeit, auch Suizidgedanken.
 
 
Grauzone
 
Eine Belastung mit partieller Auswirkung lässt sich bei zeitiger Reaktion oft noch mit eigenen Kompetenzen mildern oder lösen.

In der psychischen Erkrankung sind eigene Lösungs-Kompetenzen kaum noch aktivierbar. Dann ist medizinisch-therapeutische Hilfe sinnvoll und meist auch notwendig.

Gerade im Kontext Depression ist die Grauzone zwischen Belastung und Erkrankung sehr groß, weil in der persönlichen Situation (wenn auch mit großem Kraftaufwand!) vieles lange "funktionieren" kann — auch noch in der Krise, manchmal sogar bis zum Zusammenbruch.

Ein verdrängendes Aushalten und Durchhalten aus Scham oder Stolz kann die Depression vielleicht zunächst verbergen, auf Dauer aber dann doch fatal verfestigen und vertiefen.
 
 
Kurztest
 
Nur zur ersten Orientierung: der kürzeste Kurztest der WHO als pdf Datei.

ScreeningTest
 
 
Risikofaktoren
 
Depression entsteht
in einer individuellen Konstellation aus vielfältigen Risikofaktoren,
z.B. ...
.
persönlich:
Gene, (neuro-chemischer) Stoffwechsel,
Erziehung, Entwicklung, Erfahrung,
Sensibilität und Empathie,
hoher Anspruch an sich selbst,
Hilfsbereitschaft und Engagement,
psychische oder körperliche Traumatisierung,
selbst-entwertende Denk- und Gefühlsmuster,
Selbstbindung an absolute / soziale Konventionen,
Selbstbindung an verfehlte kindheitliche Strategien,
schwere körperliche Erkrankung oder Sucht-Erkrankung.
.
Partnerschaft + Familie:
Alleinsein, unerfüllter Partner- oder Kinderwunsch,
Krisen und Konflikte, Trennung, Scheidung, Stalking,
schwere Erkrankung oder Tod eines Angehörigen,
Alkohol- / Sucht-Erkrankung von Angehörigen,
Aggression, Gewalt, sexueller Missbrauch.
.
Arbeit + Beruf:
wirtschaftlicher Druck, Karrieredruck,
Stress, Überforderung, Ausbeutung,
schlechtes Arbeitsklima, Mobbing,
unerfülltes Berufsleben, Scheitern,
Kündigung, Arbeitslosigkeit,
Ende des Berufslebens.
 
 
Psychosomatik
 
Depression ist oft eng verbunden mit psychosomatischen Begleit- / Zweit- / oder Folge-Erkrankungen
wie z.B. ...

Chronischer Schmerz,
Rückenschmerzen,
Kopfschmerzen,
Herzschmerzen,
Fibromyalgie,
Schwindel,
Tinnitus,
Asthma,
Unruhe,
Infektionen,
Über- / Untergewicht,
Magen- / Darmbeschwerden,
Herz- / Kreislauf-Probleme,
Hauterkrankungen,
Schlafstörungen,
Libidostörungen,
Essstörungen,
Abhängigkeit,
Angst, Panik.

Diese (dann auch 'verschleiernde') Komorbidität kann das frühzeitige Erkennen, die Diagnose und die Therapie der Depression erschweren.
 
 
Therapie
 
Depression verfestigt und vertieft sich mit der Zeit, die sie dazu hat. Die ganz persönliche Konstellation und die Tiefe und Schwere der Depression fordern eine individuell passende Behandlungs-Form:
.
Ambulante Psychotherapie
Verhaltens- oder Gesprächstherapie
.
Medizinische Behandlung
vor allem: Antidepressiva
(machen nicht abhängig!)
.
Kombinations-Therapie
Antidepressiva + Psychotherapie
.
Stationäre Therapie oder REHA
(intensive Kombinations-Therapie)
 
Eine möglichst (1.) zeitnahe und (2.) individuell angepasste Therapie hat gute Erfolgsaussichten. Beides ist heute allerdings aus vielerlei Gründen immer noch schwierig.

Insbesondere nach einer Therapie / REHA lässt sich die Depression mit aktiver Selbstfürsorge (auch durch Nutzung der Selbsthilfe) dauerhaft und stabil auf-lösen.
 
 
iNRONDO
 
Die üblichen Symptom-Kataloge können inpunkto Depression ein einheitliches Krankheitsbild suggerieren, das es so nicht gibt. Und Menschen in ihrer Individualität passen ja niemals in Schubladen!

Bei sind Definitionen und Begriffe zweitrangig. Wir trennen nicht — wir verbinden: und zwar nicht, um etwas zu verharmlosen, sondern um etwas zu ermöglichen: nämlich das gemeinsame Gespräch, mit einem großen Spektrum an ganz persönlichen Erfahrungen und Perspektiven — im Kontext Depression.
 
 
 
= Selbsthilfe Gesprächsrunde Atmo Wer  Wie Wann  Wo
Kontext:  Depression • Emotionale Belastung Perspektiven
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